Erste Phase im Markenprozess erfolgreich verlaufen
28.01.2026, 13:31 Uhr
Vertrauen als Grundlage für Markenidentität und wirtschaftlichen Erfolg – Ein Gespräch mit Christina Meusburger, Christian Klezl und Gerhard Stübe beim MyHOpe Kongress in Götzis
Am 23. Januar 2026 trafen sich Christina Meusburger, Christian Klezl und Gerhard Stübe beim Kongress „MyHOpe“ in Götzis zu einem intensiven Gespräch über das Thema Vertrauen und Markenarbeit. Inmitten eines Austauschs über Standortmarke und Unternehmensführung, wurde klar, dass Vertrauen nicht nur ein abstrakter Begriff ist, sondern eine entscheidende Rolle für die Identität von Marken und für den langfristigen Erfolg spielt.
Die Diskussion begann mit der Frage, wie „Vertrauen“ nach außen kommuniziert werden kann, ohne in hohlen Marketing-Jargon abzurutschen. Christina Meusburger, Kommunikationsverantwortliche der Marke Vorarlberg bei der WISTO, erklärte, dass der Prozess der Markenbildung in Vorarlberg auf tiefgründiger Arbeit basiert.
In einer Region, in der die Marke nicht so greifbar ist wie bei Unternehmensmarken, setzt sie auf Werte und Visionen.
Es geht nicht nur darum, Superlative wie ‚die schönsten Skipisten‘ oder ‚die besten Köche‘ zu betonen. Das sind keine Markenwerte“, sagte sie.
Stattdessen müsse man sich auf die Stärken und Besonderheiten des Landes konzentrieren und diese klar kommunizieren.
Besonders betonte sie, dass der gemeinsame Prozess der Visionsfindung Vertrauen stifte. Wenn Menschen sich bewusst mit den Stärken ihrer Heimat beschäftigen und sich auf einen gemeinsamen Wert einigen, fördere das nicht nur die Markenidentität, sondern auch das Selbstvertrauen der Bevölkerung.
Genau zu wissen, wer man ist und woher man kommt, stärkt das Vertrauen in sich selbst und in andere“, so Meusburger.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs ging es um die Bedeutung von Transparenz in der Kommunikation. Christian Klezl, ehemalige Führungskraft bei IBM und jetzt selbständiger Berater, hob hervor, dass Vertrauen nicht nur durch das Hervorheben positiver Aspekte entsteht, sondern auch durch den Mut, Herausforderungen und Fehler anzusprechen.
Auch Christina Meusburger berichtete von eigenen Erfahrungen, bei denen sie in öffentlichen Veranstaltungen über die Herausforderungen im Bildungssystem sprach. Es sei wichtig, positive Beispiele und Erfolge sichtbar zu machen, um den Menschen Mut zu geben.
Meusburger erklärte: „Unsere Aufgabe ist es nicht, Dinge zu beschönigen, sondern Menschen und Projekte zu stärken, die bereits in schwierigen Zeiten etwas Großartiges leisten.“ Auch wenn die politische und wirtschaftliche Stabilität immer wieder hinterfragt werde, sei es gerade in Krisenzeiten wichtig, eine Vision zu bewahren und das Vertrauen in die Region zu fördern.
Eine besonders spannende Frage von Christian Klezl war, ob das Vertrauen in eine Region auch Einfluss auf die Entscheidungen von Unternehmen hat, sich dort anzusiedeln. Meusburger betonte, dass Unternehmen sich zunehmend an Orten niederlassen, die nicht nur wirtschaftliche Vorteile bieten, sondern auch ein kreatives und vertrauensvolles Umfeld. Sie nannte als Beispiel den Campus V, eine Innovationsplattform in Vorarlberg, die durch ihre vertrauensbasierte Atmosphäre ein ideales Umfeld für Unternehmensgründungen und Wachstum schafft.
Ein gutes Klima des Vertrauens ist nicht nur eine weiche Eigenschaft, sondern ein harter Standortfaktor. Wer Vertrauen lebt, hat Menschen um sich, die kreativ und motiviert arbeiten“, so Meusburger.
Abschließend wurde die Frage aufgeworfen, wie Vertrauen die Innovationskraft und Führungskompetenz beeinflusst. Gerhard Stübe, Geschäftsführer des Festspielhauses Bregenz, brachte interessante Perspektiven zum Thema Führung und Vertrauen ein.
Vertrauen als Schlüssel zur Markenbildung und als Grundlage für unternehmerischen Erfolg – dieses Gespräch zwischen Christina Meusburger, Christian Klezl und Gerhard Stübe zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie wichtig es ist, auf Vertrauen zu setzen, um langfristig eine starke und authentische Marke zu entwickeln.