Stärke von innen

14.04.2026, 11:23 Uhr

Neue Perspektiven zulassen, mutig ausprobieren und Entwicklung aktiv gestalten: Mit diesen Leitgedanken stand der Bildungsinnovationstag der Marke Vorarlberg ganz im Zeichen einer zukunftsorientierten Bildungskultur. Rund 150 Pädagog*innen aus dem ganzen Land nutzten die Gelegenheit, sich zu vernetzen, Impulse aufzunehmen und konkrete Ideen für ihren Schulalltag mitzunehmen. Auch die Bildungsdirektion Vorarlberg unterstrich in diesem Zusammenhang, dass die bestehenden schulautonomen Spielräume bewusst genutzt und ausgeschöpft werden können.

Besonders nachgewirkt haben die Impulse des Bildungsinnovators Markus Haider. Sein OPENschool-Ansatz versteht Schule als lernende Organisation, in der Veränderung vor allem eine Frage der Haltung ist. „Beginnen kann man jederzeit“, lautete eine seiner zentralen Botschaften. Sein pragmatisches Motto „einfach machen“ wurde von vielen Teilnehmenden als ermutigender Anstoß verstanden, neue Wege zu wagen und gewohnte Muster zu hinterfragen. In Workshopgruppen wurden die Anregungen unmittelbar auf die eigene schulische Situation übertragen – mit spürbarer Offenheit und viel Engagement.

Dass dieser Zugang Wirkung zeigt, bestätigte auch Demian Geyer-Hummler, Direktor der Mittelschule Lustenauerstraße in Dornbirn: „Wir sehen als Schule noch Entwicklungspotenzial, deshalb habe ich mein gesamtes Lehrerteam eingeladen. Ich bin begeistert, wie offen sich alle auf neue Impulse und auch ungewöhnliche Ideen eingelassen haben – denn jede Veränderung beginnt damit, neue Ansätze zuzulassen.“

Mit Formaten wie dem Bildungsinnovationstag wird die Vision eines chancenreichen Lebensraums für Kinder und Jugendliche in Vorarlberg Schritt für Schritt greifbarer. Bereits zum 15. Mal hat die Marke Vorarlberg engagierte Initiativen sichtbar gemacht, die diese Haltung im Alltag vorleben. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Menschen im Land schon heute aktiv an besseren Rahmenbedingungen für junge Generationen und an einer nachhaltigen Entwicklung des Lebensraums arbeiten. Indem ihre Leistungen wertgeschätzt und ihre Ideen vernetzt werden, entsteht zusätzliche Kraft für positive Veränderungen. Auch andere Institutionen setzen wichtige Impulse – etwa die Wirtschaftskammer Vorarlberg, die kürzlich mehrere Schulen auf ihrem Weg hin zu einem stärker ressourcenorientierten Arbeiten auf Basis der Positiven Psychologie unterstützt hat.

Der Bildungsinnovationstag zeigte damit eindrucksvoll, wie eine starke Marke wirken kann: nicht als etwas, das von außen übergestülpt wird, sondern als Haltung, die im Land längst vorhanden ist – und die durch gemeinsame Initiativen, Austausch und Inspiration weiter wachsen darf.

Foto: Lisa Mathis