Firstfeier für den V-Hub der Marke Vorarlberg
04.02.2026, 08:39 Uhr
Das Landesprojekt „Kinder.Essen.Körig“ wird nach der erfolgreichen Aufbauphase der vergangenen beiden Schuljahre gezielt weiter gestärkt und stabilisiert. Vor den anstehenden Semesterferien informieren Landeshauptmann Markus Wallner und Landwirtschaftslandesrat Christian Gantner gemeinsam mit Projektkoordinatorin Vera Kasparek über den aktuellen Stand. Im laufenden Schuljahr 2025/26 beteiligen sich erneut mehr Gemeinden, Verpfleger und Schulen am Projekt. Die Zahl der ausgegebenen Mittagessen wird im laufenden dritten Projektjahr voraussichtlich auf rund 900.000 steigen – im Vergleich zum Startjahr 2023/24 nahezu eine Verdoppelung. „‚Kinder.Essen.Körig‘ steht für hochwertige, regionale, biologische und leistbare Schulverpflegung. Gleichzeitig ist das Projekt ein starker wirtschaftlicher Impuls für unsere bäuerlichen Familienbetriebe – mit stabilen Absatzmengen, kurzen Transportwegen und echter regionaler Wertschöpfung“, so Wallner und Gantner.
„Kinder.Essen.Körig“ ist eines der Chancenprojekte des Zukunftsprogramms der Vorarlberger Landesregierung mit dem Ziel, gemäß der Vision der Marke Vorarlberg, unser Bundesland bis 2035 zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder zu machen. Landeshauptmann Markus Wallner betont:
„Das Angebot einer gesunden und leistbaren Schulverpflegung ist wichtig – für die Kinder, aber auch für Eltern und Gemeinden. Mit ‚Kinder.Essen.Körig‘ geht Vorarlberg hier erfolgreich voran. Es ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft und soziale Verantwortung miteinander verbunden werden können. Gleichzeitig stärken wir damit ganz bewusst regionale Wertschöpfung und sichern langfristige Partnerschaften mit unseren bäuerlichen Betrieben.“
Das Projekt ist im Schuljahr 2023/24 mit reger Beteiligung gestartet und im darauffolgenden Jahr nochmals kräftig gewachsen. Die Zahl der ausgegebenen Mittagessen ist von rund 450.000 auf über 800.000 Mittagessen im zweiten Projektjahr gestiegen. Diese dynamische Entwicklung bedeutet nicht nur mehr gesunde Mahlzeiten für Kinder, sondern auch deutlich steigende Abnahmemengen für die heimische Landwirtschaft.
Nach dieser erfolgreichen Aufbauphase steht das laufende Schuljahr 2025/26 – und damit bereits das dritte Projektjahr – ganz im Zeichen der Stabilisierung und Qualitätssicherung. „Wir gehen diesen Schritt bewusst“, sagt Landeshauptmann Wallner.
Jetzt geht es darum, die bestehenden Strukturen zu festigen, die Datenlage sauber zu erheben und auszuwerten und auf dieser Basis die nächsten Entwicklungsschritte vorzubereiten – nicht aus dem Bauch heraus, sondern fundiert und nachhaltig.“
Stabilisierung bedeutet dabei auch Verlässlichkeit: stabile Lieferbeziehungen, planbare Mengen und eine solide Grundlage für die Weiterentwicklung regionaler Wertschöpfungsketten.
Um sicherzustellen, dass hochwertige Schulverpflegung für alle Familien zugänglich bleibt, gilt auch im Schuljahr 2025/26 ein Preisdeckel von maximal sieben Euro pro Mittagessen.
Für unsere Kinder wollen wir nicht das ‚billigste‘ Essen – wir wollen ein ‚köriges‘ Essen. Gute Lebensmittel haben einen Wert. Eltern sollen sich sicher sein können, dass ihr Kind ein warmes, gesundes und qualitativ hochwertiges Mittagessen bekommt. Und gleichzeitig tragen wir Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von unseren bäuerlichen Familienbetrieben über die Verarbeitung bis zu den Küchen. Qualität darf leistbar sein – aber sie darf nie auf Kosten jener gehen, die täglich mit viel Einsatz dafür arbeiten.“
Trotz Fokus auf Stabilisierung und Qualitätssicherung wächst das Projekt auch in dieser Phase weiter: Für das laufende Schuljahr 2025/26 haben wieder zwei neue Gemeinden einen Antrag gestellt, dadurch sind insgesamt schon mehr als 180 Bildungseinrichtungen am Projekt beteiligt. Bei der Antragsstellung wurden für das dritte Projektjahr mehr als 900.000 Mittagessen gemeldet – im Vergleich zum Startjahr eine Verdoppelung.
Ein zentraler Erfolgsfaktor von „Kinder.Essen.Körig“ ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der heimischen Landwirtschaft. Landesrat Christian Gantner unterstreicht die Bedeutung dieser Partnerschaft:
„‚Kinder.Essen.Körig‘ ist unter anderem so erfolgreich, weil unsere Bäuerinnen und Bauern das Projekt von Anfang an mittragen. Dass Regionalität und Qualität nicht nur Schlagworte sind, sondern tatsächlich am Teller ankommen, verdanken wir ihrem Engagement und ihrer Verlässlichkeit. Dafür möchte ich mich ganz bewusst und ausdrücklich bedanken. Unsere heimische Landwirtschaft ist nicht nur Lieferant – sie ist ein starker, verlässlicher Partner dieses Projekts.“
Die kontinuierlich hohen Mengen in der Gemeinschaftsverpflegung schaffen langfristige und verlässliche Abnahmen. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet das:
Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gewinnt diese Planungssicherheit an Bedeutung.
Gleichzeitig bringen die Produzentinnen und Produzenten ihre Erfahrung, Flexibilität und Innovationskraft aktiv ein – und wirken an der Weiterentwicklung des Projekts maßgeblich mit. Sie sind nicht nur Lieferant, sondern Mitgestalter.
Diese partnerschaftliche Weiterentwicklung zeigt konkrete Wirkung: Seit Projektbeginn sei eine spürbare Abnahmesteigerung regionaler Produkte zu verzeichnen, berichten die Beteiligten. Gleichzeitig konnte das Angebot gezielt angepasst werden, etwa mit regionalen Vollkornnudeln oder mit größeren, bedarfsgerechten Gebinden für die Gemeinschaftsverpflegung. So entsteht Schritt für Schritt eine regionale Wertschöpfungskette mit kurzen Transportwegen, die praxisnah und zukunftsfähig ist.
„Im Zuge des Projektes wird partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe gelebt; mit großem Einsatz der Bäuerinnen und Bauern als auch der Küchen, viel persönlichem Kontakt und einem gemeinsamen Ziel: unseren Kindern ‚köriges‘ Essen aus der Region zu bieten“, bringt Landesrat Gantner es auf den Punkt.
„Kinder.Essen.Körig“ setzt auf ausgewogene, abwechslungsreiche und nährstoffreiche Mahlzeiten. Ziel ist es, Kindern eine vollwertige warme Mahlzeit zu bieten, die nicht nur satt macht und schmeckt, sondern auch Konzentrationsfähigkeit, Lernleistung und Wohlbefinden unterstützt.
Wir fördern damit nicht nur einzelne Mahlzeiten, sondern investieren in eine gesunde Zukunft unserer Kinder in Vorarlberg“, so Projektkoordinatorin Vera Kasparek.
Ein weiterer Schwerpunkt von „Kinder.Essen.Körig“ liegt auf der Fort- und Weiterbildung der Mittagsbetreuenden und des Ausgabepersonals. Sie spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, den Kindern die Mehrwerte der Speisen näherzubringen – von Regionalität über Saisonalität bis hin zu Gesundheitsaspekten. Durch gezielte Fort- und Weiterbildungsangebote werden sie darin unterstützt, dieses Wissen im Alltag weiterzugeben und als Vorbilder zu wirken.
„Die Mittagsbetreuenden, das Ausgabepersonal und die Küchenteams sind die wichtigsten Botschafterinnen und Botschafter des Projekts – direkt am Teller der Kinder“, betont Vera Kasparek. „Ihre Arbeit ist für den Erfolg von Kinder.Essen.Körig entscheidend und verdient hohe Wertschätzung.“
Kinder lernen im Zuge von „Kinder.Essen.Körig“ unterschiedliche Lebensmittel kennen, entwickeln durch wiederholtes Probieren neue Geschmackspräferenzen und bauen frühzeitig ein Bewusstsein für Herkunft, Qualität und Nachhaltigkeit auf. Gemeinsame Mahlzeiten fördern zudem Gemeinschaft und soziales Lernen. Das Miteinander aller Beteiligten – von den Küchen über das Betreuungspersonal bis zu den Pädagoginnen und Pädagogen – stärkt nicht nur die Esskultur, sondern auch die Wertschätzung gegenüber regional produzierten Lebensmitteln.
Die Ergebnisse einer aktuellen Evaluierung bestätigen den positiven Kurs des Projekts. Die teilnehmenden Gemeinden und Einrichtungen zeigen sich mit dem Fördermodell insgesamt sehr zufrieden.
Besonders hervorgehoben werden:
Inhaltlich zeigt sich zudem eine klare qualitative Wirkung: Die Speisepläne enthalten mehr Gemüse, sind vielfältiger gestaltet und setzen verstärkt auf regionale und biologische Lebensmittel. „Die Rückmeldungen zeigen klar: Das Projekt funktioniert im Alltag“, so Vera Kasparek. „Die Verantwortlichen vor Ort nutzen den Spielraum aktiv, um Qualität, Regionalität und Bio-Anteil weiter zu erhöhen.“
Auch Landeshauptmann Wallner und Landesrat Gantner sehen in der Evaluierung eine wichtige Bestätigung: „Uns war von Anfang an wichtig, dass das Projekt im Alltag funktioniert – in den Küchen, in den Gemeinden und bei unseren landwirtschaftlichen Betrieben. Die Evaluierung zeigt: Die Qualität passt und sie kommt bei den Kindern an. Gleichzeitig profitieren unsere heimischen Betriebe von stabilen Partnerschaften und steigender Nachfrage nach regionalen Produkten. Das ist für uns entscheidend.“
Derzeit finden laufend die „Kinder.Essen.Körig“-Speiseplanchecks für das Schuljahr 2025/26 statt. Ergänzend dazu werden regelmäßig Fortbildungsformate wie der „Nachmittag der Schulverpflegung“ angeboten.
Für die kommenden Jahre ist der Weg klar: „Kinder.Essen.Körig“ soll konsequent weiterentwickelt und ausgebaut werden – mit dem Ziel, möglichst flächendeckend in Vorarlberg eine qualitativ hochwertige, regional verankerte und leistbare Mittagsverpflegung sicherzustellen.
Darüber hinaus soll das Projekt künftig noch stärker sichtbar werden. Ziel ist es, die Bekanntheit von „Kinder.Essen.Körig“ weiter zu erhöhen – insbesondere bei Eltern und Familien. Vielen Beteiligten in Gemeinden, Küchen und landwirtschaftlichen Betrieben ist das Projekt bestens vertraut. Gleichzeitig soll noch klarer kommuniziert werden, dass hinter dem Angebot eine landesweite Initiative steht und Leistbarkeit und Qualität verlässlich abgesichert sind.
Landeshauptmann Wallner und Landesrat Gantner bekräftigen:
Uns ist wichtig, dass Eltern nachvollziehen können, auf welcher Grundlage die Mittagsverpflegung organisiert ist und welche Qualitätskriterien dahinterstehen. ‚Kinder.Essen.Körig‘ ist eine bewusste, langfristige Entscheidung für Qualität, Regionalität und Verantwortung. Wir investieren damit in unsere Kinder – und damit in unsere Vision eines chancenreichen Vorarlbergs für Kinder.“
Fotos: Land Vorarlberg, Miro Kuzmanovic